Blendung beim Autofahren in der Dämmerung: Was wirklich hilft

Im Herbst wird es früh dunkel, die Straßen sind nass und der Gegenverkehr scheint heller als je zuvor. Viele unserer Kunden aus Tholey und dem Landkreis St. Wendel erzählen uns, dass sie abends ungern Auto fahren. Hier erfahren Sie, woher die Blendung kommt und was Sie selbst dagegen tun können.

EyeDrive-Gläser von Rupp + Hubrach: die Innovation zum Fahren, Tag und Nacht
Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Dunkelheit sind die Pupillen weit geöffnet. Kleine Sehfehler fallen dann stärker auf.
  • Saubere, kratzerfreie Brillengläser und Scheiben verringern Streulicht deutlich.
  • Eine gute Entspiegelung reduziert störende Reflexe auf den Gläsern.
  • Getönte oder gelbe „Nachtfahrbrillen“ sind keine Lösung, sie nehmen Licht weg.
  • Nimmt die Blendung spürbar zu, gehört die Sehstärke überprüft.

Warum blendet es in der Dämmerung so stark?

Bei wenig Licht öffnen sich die Pupillen weit, damit möglichst viel Licht ins Auge fällt. Dadurch werden auch kleine Abbildungsfehler des Auges wirksamer. Eine leichte Kurz- oder Weitsichtigkeit oder eine geringe Hornhautverkrümmung, die tagsüber kaum stört, macht sich nachts deutlich bemerkbar: Lichter wirken verschwommen, ziehen Strahlen oder haben einen Hof. Manche Menschen sehen in der Dunkelheit zudem etwas kurzsichtiger als am Tag. Fachleute sprechen dann von Nachtmyopie.

Dazu kommt die Umgebung: Nasse Straßen spiegeln das Scheinwerferlicht wie ein Spiegel, Regentropfen und ein Schmierfilm auf der Windschutzscheibe streuen das Licht zusätzlich. Moderne LED-Scheinwerfer werden von vielen Autofahrern als besonders grell empfunden.

Ab 40 wird es häufig spürbar

Mit den Jahren verändert sich die Augenlinse. Sie wird weniger klar und streut mehr Licht. Die Folge: Man ist blendempfindlicher und braucht nach einem entgegenkommenden Fahrzeug länger, bis die Augen wieder gut sehen. Wer bei Dunkelheit unsicherer fährt als früher, bildet sich das also meist nicht ein.

Wann zum Augenarzt? Nimmt die Blendung innerhalb kurzer Zeit deutlich zu, sehen Sie Lichthöfe um Lampen oder wirkt alles wie durch einen Schleier, lassen Sie das bitte augenärztlich abklären. Solche Beschwerden können zum Beispiel auf einen beginnenden Grauen Star hinweisen. Ein Sehtest beim Augenoptiker ersetzt diese Untersuchung nicht.

Was Sie selbst tun können

Im Auto

  • Windschutzscheibe innen und außen reinigen. Der Schmierfilm auf der Innenseite wird oft übersehen und streut das Licht entgegenkommender Fahrzeuge stark.
  • Wischerblätter prüfen. Hinterlassen sie Schlieren, wird jede Lichtquelle zum Lichtfleck.
  • Den Blick an den rechten Fahrbahnrand richten, wenn Ihnen ein Fahrzeug entgegenkommt, statt direkt in die Scheinwerfer zu sehen.
  • Armaturenbrett und Navi dimmen. Helle Anzeigen im Auto erschweren es den Augen, sich an die Dunkelheit anzupassen.
  • Pausen machen. Nachtfahrten ermüden die Augen schneller als Fahrten bei Tag.

An der Brille

  • Gläser sauber halten. Fingerabdrücke und Staub auf der Brille wirken nachts wie ein Weichzeichner.
  • Auf Kratzer achten. Zerkratzte Gläser streuen Licht und lassen sich durch Putzen nicht mehr verbessern.
  • Eine gute Entspiegelung wählen. Sie verringert die Reflexe auf den Glasflächen, die sonst als zusätzliche Lichtpunkte oder Spiegelungen stören.
  • Keine getönten Gläser in der Dunkelheit. Sonnenbrillen und stark getönte Gläser haben nachts am Steuer nichts verloren.

Helfen gelbe Nachtfahrbrillen?

Gelb getönte Brillen werden oft als „Nachtsichtbrillen“ angeboten. Sie lassen die Umgebung kontrastreicher erscheinen, filtern aber Licht heraus. Bei Dämmerung und Dunkelheit brauchen die Augen jedoch jedes bisschen Licht. Verkehrsexperten raten deshalb von solchen Brillen beim Fahren ab. Besser ist eine Brille mit klaren, gut entspiegelten Gläsern und einer aktuellen Sehstärke.

Die richtige Sehstärke ist die Grundlage

Die Sehstärke verändert sich oft so langsam, dass man es selbst kaum merkt. Am deutlichsten fällt es im Dunkeln auf. Wir empfehlen deshalb, die Augen alle ein bis zwei Jahre überprüfen zu lassen, und zusätzlich immer dann, wenn das Fahren bei Dunkelheit schwerer fällt. Bei uns messen wir die Sehstärke mit dem Essilor VISION R 800 in 0,01-Dioptrien-Schritten. So lassen sich auch kleine Werte erfassen, die gerade bei weiten Pupillen eine Rolle spielen.

Übrigens: Steht in Ihrem Führerschein die Schlüsselzahl 01, sind Sie verpflichtet, beim Fahren eine Sehhilfe zu tragen. Den Sehtest für den Führerschein können Sie direkt bei uns machen: Wir sind eine amtlich anerkannte Sehteststelle.

Brillengläser speziell fürs Autofahren

Es gibt Brillengläser, die gezielt für das Sehen im Straßenverkehr entwickelt wurden. Ein Beispiel sind die EyeDrive®-Gläser unseres Glaspartners Rupp + Hubrach aus Bamberg. Im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffgläsern sind sie darauf ausgelegt, Blendung durch Scheinwerfer und nasse Straßen spürbar zu reduzieren. EyeDrive gibt es als Einstärken- und als Gleitsichtglas. Ob sie für Sie passen, besprechen wir gern nach dem Sehtest.

Im November: EyeDrive®-Aktion und kostenloser Sehtest

  • Einstärkengläser (Paar): 249 € statt UVP 325 €
  • Gleitsichtgläser (Paar): 449 € statt UVP 589 €
  • Sehtest inklusive Augendruck kostenlos, ohne Kaufverpflichtung, nur mit Termin

Aktionspreise gelten nur beim gleichzeitigen Kauf einer Fassung, immer inklusive dünnerer Gläser mit Brechungsindex 1,6. UVP = unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Die Augendruck-Messung ersetzt keine augenärztliche Untersuchung. Gültig vom 01.11. bis 30.11.2026.

Zur Aktion →

Lassen Sie sich beraten

Wenn Sie bei Dämmerung unsicherer fahren als früher, kommen Sie zu uns nach Tholey. Wir prüfen Ihre Sehstärke, sehen uns Ihre aktuelle Brille an und beraten Sie, was in Ihrem Fall wirklich hilft. Parkplätze finden Sie direkt vor unserem Geschäft in der Trierer Straße 46.